Öffnungszeiten

 

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Katholische Pfarrkirche St. Georg

Bücherei
 Öffnungszeiten: mittwochs 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr und
samstags 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Eingang: im Gebäude links neben der Kirche,
hinter dem Pfarrhaus
Achtung!
Für alle Kinder findet ab sofort mittwochs
um 17.45 Uhr eine Vorlesestunde in der Bücherei statt.
Die DVD’s für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Ausleihen
sind in der Bücherei eingetroffen.

Segensfeier zur Neueröffnung der Pfarr-Bücherei

Gott hat uns Menschen als Wesen mit Verstand und freiem Willen gewollt. Diese Kräfte sollen sich entfalten. Öffentliche Einrichtungen können diesen Prozess der menschlichen Entwicklung unterstützen. Orte wie kirchliche Büchereien sind dabei eine unentbehrliche Hilfe.
Darum hat am Beginn der Arbeit unserer neu gestalteten Bibliothek die Segensfeier einen sinnvollen Platz. Die Bücherei ist mit ihrer vielfältigen Literatur, sowie den Hörbüchern und modernen Medien ein Lobpreis auf den Schöpfer und ein Danke für die geistigen Fähigkeiten und Begabungen, die Gott in uns Menschen durch seine Evolution und seinen Geist hineingelegt hat. Mit Lobpreis und Dank wird die Bitte um Gottes Segen für einen guten Beginn verbunden.
Gleichzeitig danken wir Gott für alle, die in den vielen Jahren zuvor die Grundlage gelegt haben für diese Bibliothek, worauf wir nun Neues und Zeitgemäßes aufbauen können.
 

P.: Im Namen des Vaters und des Sohnes + und des Heiligen Geistes.
A.: Amen.
P.: Gott, der durch sein Evangelium zu uns spricht, sei mit Euch allen.
A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: In dieser Feier danken wir Gott für unsere kirchliche Bibliothek und bitten um seinen Segen für alles, was hier geschehen wird. Wir freuen uns, dass dieses Gebäude und seine neue Gestaltung durch den Einsatz, die Zusammenarbeit und Solidarität vieler geschaffen wurden. Heute wird es  seiner Bestimmung neu übergeben. Es soll aber nicht nur eine Bibliothek sein, die wir heute wiedereröffnen. Es soll auch ein Treffpunkt für alle sein, die in kleiner Runde Austausch, Gemeinschaft und Bereicherung suchen. Möge allen, die in diesen Räumen arbeiten und Lesestoff anbieten, ihr Dienst Freude machen und alle Nutzer dieser Bücherei interessante Bücher, geistige Anregung und tiefgehende Bereicherung finden.

GL  941    Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht.
      Es hat Hoffnung und Zukunft gebracht.
      Es gibt Trost, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten,
                 ist wie Licht in der Dunkelheit

P.: Lasset uns beten.
Gott, du gibst uns Menschen die Fähigkeit, dass wir schreiben und lesen können. In Jesus Christus, Deinem Sohn, hast Du uns den Lehrer der Wahrheit geschenkt. Öffne uns für die Botschaft, die er uns heute verkünden will. Segne unseren Neuanfang in dieser öffentlichen Pfarr-Bibliothek. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

BIBELANSPRACHE
Ich will jetzt keine Predigt halten, dafür aber Texte aus der Bibel vortragen, welche die große Bedeutung des Buchs, bzw. der Schriftrollen des biblischen Zeitalters zeigen. Das Wort Bibliothek kommt ja von dem griechischen Wort „βυβλος und bezeichnet die Sammlung von Schriften. Unser Wort „Bibel“ bedeutet also nichts anderes als „Buch“, wobei die Bibel eben das Buch der Bücher ist. Es ist das einzige Buch der Welt, dass einen Entstehungszeitraum von ca. 1000 Jahren aufweisen kann. Kein Buch der Welt hat auch nur annähernd eine solche epochale Fülle auf zu weisen wie die Bibel. Die erste Schriftenerwähnung in der Bibel selbst finden wir im Buch Exodus. Schrift ermöglicht die Bewahrung von wichtigen Worten und Vereinbarungen! So heißt es dort:
„Mose kam und übermittelte dem Volk alle Worte und Rechtsvorschriften des Herrn. Das Volk antwortete: „Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun. Wir wollen gehorchen.“ (Ex 24,3-4a.7) Zu diesen Worten und Rechtsvorschriften gehören auch die sogenannten „10 Gebote“.

Im Laufe der Geschichte Israels ging diese Bundesurkunde verloren, bis man sie plötzlich wiederfand.
„Zur Zeit des Königs Joschija teilte der Staatsschreiber Schafan mit: Der Hohepriester Hilkija hat im Haus des Herrn das Gesetzbuch gefunden. Schafan las es dem König vor. Als der König die Worte des Gesetzbuches hörte, zerriss er seine Kleider  und befahl dem Priester Hilkija: geht und be-fragt den Herrn für mich, für das Volk und ganz Juda wegen dieses Buches, das aufgefunden wurde. Sie gingen zur Prophetin Hulda und sie antwortete: sagt dem König: So spricht der Herr, der Gott Israels: Durch die Worte, die Du gehört hast, wurde Dein Herz erweicht.“ (2 Kön 22,8-10. 13a. 18-19a)

Geschriebene Worte aus vergangenen Zeiten können also Herzen anrühren, Herzen erweichen, Herzen verändern. Damit die Schriften uns aber überhaupt erreichen können, muss man – wie unsere Damen, die unsere Bibliothek zu neuem Glanz erstehen ließen – viel tun, was mit frappierender Ähnlichkeit in der Bibel so beschrieben wird.

„Wir bemerkten die Flut der Werke und wie schwierig es wegen der Menge des Stoffes ist, sich in die geschichtliche Darstellung ein zu arbeiten.
So nahmen wir uns vor, die, die gerne lesen, zu unterhalten, denen, die mit Eifer auswendig lernen, zu helfen, allen aber, die das Buch auf irgendeine Weise in die Hand bekommen, zu nützen. Uns ist es allerdings nicht leicht
gefallen, in mühseliger Arbeit diese Schriftzusammenstellung an zu fertigen.
Es hat vielmehr Schweiß und durchwachte Nächte gekostet…  Dennoch haben wir die Mühe gern auf uns genommen.“ (2 Makk 2,24-27)

Ich nehme an, Sie haben sich wiedererkannt, liebe Frau Ruppert, Frau Unger, Frau Baier, Frau Vogler. Das gleiche heute - wie vor 2100 Jahren!
Die Bibel selbst ist eine Bibliothek, denn sie besteht aus 73 Büchern, Schriften, Sagen, Erzählungen, Liedern, Gebeten und Briefen.
Selbst Jesus lebte von dieser biblischen Bibliothek. Es heißt:

„Jesus kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus den Schriften vor zu lesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe… Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. „ Da begann er, ihnen dar zu legen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.“ (LK 4,16-22)

Jesus selbst bezeugt die Wichtigkeit der Heiligen Schrift. „Schrift“ ist das festgehaltene Wort. Schrift bewahrt Worte, die sonst vergessen werden und verloren gehen. Schrift spricht zu Herzen, übermittelt Geist, bringt gute Nachricht.
Und so wünsche ich allen, die hier in die öffentliche Pfarrbibliothek kommen, dass ihnen die Schriften zur Nahrung werden wie es im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung Jesu Christi heißt:

„Die Stimme aus dem Himmel, die ich gehört hatte, sprach noch einmal zu mir: „Geh, nimm das Buch, das der Engel, der auf dem Meer und auf dem Land steht (bedeutet: Unterbewusstsein und Bewusstsein) aufgeschlagen in der Hand hält. Und ich ging zu dem Engel und bat ihn, mir das kleine Buch zu geben. Er sagte zu mir: „Nimm und iss es!“ (Offb. 10,8-9a)

Ja, mögen Kinder, Jugendliche, Erwachsene gute Bücherinhalte geradezu „verschlingen“, weil ihnen erfahrene „Bibliotheksengel“ gute Schriften darreichen. So wollen wir diese Bibliothek segnen und singen zu Gott:

P.: Preiset den Herrn, denn er ist gut.
A.: Danket dem Herrn, denn er ist gut.
P.: Sein Wort ist Licht auf unserm Weg.
A.: Danket dem Herrn, denn er ist gut.

P.: Lasset uns beten:
Herr, heiliger Gott und Vater. Auf vielfache und mannigfache Weise hast Du zu den Menschen gesprochen, zuletzt durch Deinen Sohn Jesus Christus.
Du hast der Kirche das Buch der Bücher als kostbare Gabe anvertraut, damit Dein Wort unter uns Gestalt annimmt.
Wir bitten Dich: Segne diese Pfarrbibliothek, die heute wiedereröffnet wird.
Sie stehe im Dienste der Verbreitung Deines Wortes und der Auferbauung Deiner Gemeinde. Sie vermittle den Menschen Freude an Erzählung und Dichtung, Kenntnis der Natur und ihrer Kräfte, Verständnis für die Gesetze des Zusammenlebens der Menschen. Segne alle, die hier Anregung und geistige Bereicherung suchen, damit sie zuletzt auch Dich, die Quelle der Wahrheit und des Lebens, erkennen.
Vater, erleuchte auch alle, die hier arbeiten, damit sie ihren Dienst zum Besten der Menschen und zu Deiner Ehre erfüllen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
A.: Amen.

(Besprengen mit Weihwasser)

P.: So lasst uns beten wie Jesus uns gelehrt hat.
A.: Vater unser … denn Dein ist das Reich…

Lied: GL 614, 2+3

Lehr mich den Weg zum Leben, führ mich nach Deinem Wort
So will ich Zeugnis geben von Dir, mein Heil und Hort.
Durch Deinen Geist, Herr, stärke mich, dass ich Dein Wort festhalte,
von Herzen fürchte Dich.

Dein Wort Herr nicht vergehet, es bleibet ewiglich,
soweit der Himmel geht, der stets beweget sich.
Dein Wahrheit bleibt zu aller Zeit gleichwie der Grund der Erde,
durch Deine Hand bereit.

P.: Heute ist diesem Haus Heil widerfahren. Dieses Heil bleibe auf ihm ruhen und erfülle alle, die sich hier begegnen. Das gewähre Euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist.
A.: Amen.


PFARRBÜCHEREI wieder ERÖFFNET:
Am vergangenen Sonntag, den 5. August 2012, wurde nach dem Sonntagsgottesdienst unsere Pfarrbücherei wieder neu eröffnet. Der offizielle Titel der Bibliothek heißt: „Katholische Öffentliche Bibliothek St. Georg“. Aber wir nennen sie bewusst: „TREFFPUNKT BÜCHEREI“. Pfarrer Ferdinand Rauch begrüßte alle Gäste, insbesondere Herrn Josef Rehm, der zuletzt die Bibliothek leitete. Sodann lud Herr Pfarrer Rauch alle Anwesenden ein, um Gottes Segen für das wieder auferstandene Projekt „Treffpunkt Bücherei“ zu bitten, damit die Vielfalt der Literatur, der Ort als Begegnungsstätte und der Dienst derer, die die Bibliothek verwalten und gestalten, zu einem Segen werde, der letztlich immer auch den Sinn des Lebens berühre, erschließe und Freude und Lebensweisheit bringe. Pfr. Rauch entwickelte dann anhand von Bibelstellen, die er zu diesem Anlass herausgesucht hatte, einen kleinen Gang durch die Bedeutung der Schrift und insbesondere der Heiligen Schrift. Dabei wurde deutlich, dass es wirklich nur ein Buch der Bücher gibt: die Bibel, welche selbst eine Bibliothek aus Erzählungen, Sagen, Chroniken, Liedern, Gebeten, Hymnen, Apokalypsen,  und Briefen ist, die 73 solcher Schriften enthält. Sie ist das einzige Buch der Welt, das in insgesamt 1000 Jahren entstand und so den Lebenseindruck vieler Generationen widerspiegelt. Kein anderes Buch der Welt umfasst auch nur annähernd einen solchen geschichtlichen Zeitrahmen. Selbst die Erfahrung großer Mühen, eine Bücherei auf zu bauen, sind darin enthalten, welche die Schwierigkeiten auch unseres heutigen Büchereiteams geradezu humorvoll widerspiegelten.
Nach dem kleinen Spaziergang durch die Bibel segnete Pfr. Rauch die Bibliothek und übergab mit dem Hinweis, dass es im letzten Buch der Bibel, der Apokalypse Jesu Christi, heißt: „Nimm das Buch und iss“ (Offb. 10,9) ein mit Süßigkeiten gefülltes „Buch“ für die Kinder, die sich hier aufhalten und den guten Lesestoff „verschlingen“ mögen.

Anschließend begrüßte Frau Barbara Vogler die Gäste, die zu dieser Einweihungsfeier gekommen waren: Frau Anja Niebling, die Schulleiterin unserer Grundschule, Frau Denner vom Diözesanverband des Borromäusvereins der Katholischen Büchereien in der Diözese Fulda, Herrn Ortsvorsteher Torsten Schmitt und Herrn Sauer von der Sparkasse Fulda, sowie die Mitglieder des Verwaltungsrates, Herrn Leitschuh, der die Internetanschlüsse legte, Herrn Manfred Münch, der noch am letzten Tag, die neuen Hinweisschilder aufstellte und natürlich alle Damen, die über Monate hinweg die Bibliothek neu ordneten und aufstellten: Frau Anja Ruppert, Frau Beate Unger und Frau Margarete Baier, Johanna Stehling und Herrn Stephan Mihm für die Räumarbeiten von großen Schränken und Regalen. Sie dankte für die große Unterstützung und die Mittelfreigabe durch den Verwaltungsrat, der sowohl die Innen- als auch die Außenrenovierung veranlasst hatte, so dass der Zugang als auch die Toilettenanlagen erneuert wurden. Ebenso dankte sie für die großzügigen Spenden zur Neuanschaffung von Büchern durch die Diözesanvertreterin der Katholischen öffentlichen Büchereien Frau Dänner (500,-€), den Verwaltungsrat der Kirchengemeinde (500,-€), der politischen Gemeinde (300,-€), der Sparkasse Fulda (250,-€) und den Sponsoren von Zeitschriften Herrn Georg Vogler, Frau Karin Wehner
In Grußworten wünschte Herr Torsten Schmitt als Ortsvorsteher der Bücherei und ihrem Team einen guten Start und drückte seine Freude darüber aus, dass nun auch das allgemeine Angebot für Freizeit und Bildung in Poppenhausen erweitert worden sei. Frau Dänner vom Büchereiverband des Borromäusvereins berichtete in ihrem Grußwort, dass sie aufgrund der ältesten Daten der Pfarrbücherei feststellen konnte, dass die Bibliothek im Jahre 1911 zum ersten Mal erwähnt wurde, so dass jetzt nach genau 101 Jahren ein epochaler Neuanfang gemacht worden sei und die Kirchengemeinde damit zu einer der ältesten Pfarr-Büchereigemeinden gehöre.
Zum Abschluss der Eröffnungsfeier sang man das von Pfr. Rauch umgedichtete Lied des Sängers Ralf Zuckowski: „Leben ist mehr…“, begleitet von den Gitarristinnen Karin Burkhart und Simone Helfrich:

Lesen ist mehr als Worte und Ziffern,
Lesen ist mehr als Orthographie,
Lesen ist mehr als Schwarzes auf Weißem
Lesen ist Leben mit Phantasie.

Lesen ist mehr als Kino und Fernseh‘n,
Lesen ist mehr als Filmindustrie,
Lesen ist mehr als fertige Medien,
Lesen ist Leben mit Phantasie.

Lesen ist: Folgen neuer Gedanken,
Lesen ist: Leben mal anders zu seh’n.
Lesen ist: Öffnen innerer Schranken,
Lesen lässt neue Welten ersteh‘n.

Lesen ist mehr als Buchstabensuppe,
Lesen ist mehr als Runensalat,
Lesen ist mehr als Wörtergeklingel,
Lesen ist Lebenslust zum Quadrat,

Lesen ist: leben zwischen den Zeilen,
Lesen ist fliegen durch Zeit und Raum,
Lesen ist nachdenken und verweilen,
Lesen ist wie: „schweben im Traum“.

Lesen ist: Tanz mit der Frohen Botschaft,
Lesen ist: Buch aller Bücher versteh’n,
Lesen ist: vordringen ins Geheimnis,
Lesen ist: inneres Aufersteh’n. (F. Rauch)


Am Nachmittag konnten ab 14.00 Uhr die jüngsten Bücherwürmer Einblicke in Kinderbücher durch das Bilderbuchkino gewinnen. Ca. 40 Besucherinnen und Besucher fanden sich dann um 16.00 Uhr zur Lesung in der Bibliothek ein, wo die Autorin, Frau Eva Völler, aus ihrem amüsanten Buch „Leg Dich nicht mit Mutti an“ einige Kapitel zum Besten gab. So konnte der Titel „Treffpunkt Bibliothek“ schon einmal seine Lebendigkeit beweisen.


 
 
 
 

Gottesdienstzeiten

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